Sich glücklich essen

Susanne Wehr 5. Februar 2018

Seit ich bewusste Entscheidungen treffen kann, esse ich gesund.

Jedenfalls genug Gemüse, dass die Mehrheit mei­ner Freunde es als gesund ein­stu­fen. Irgendwann habe ich mich ange­fan­gen zu fra­gen war­um ich das tue. Klar, ach­te ich auf mein Gewicht um nicht kom­plett aus den Ruder zu lau­fen und ja, auch ver­su­che ich mög­lichst lecker zu essen, aber war­um der Schwerpunkt auf Obst und Gemüse lag konn­te ich nie wirk­lich erklä­ren. Das hat sich 2017 geän­dert als ich mit mei­nem Mann für sechs Monate gereist bin. 3 Monate davon haben wir in Südamerika ver­bracht, wo die Hauptmahlzeiten Fleisch‐ und Kohlenhydratlastig sind. Der Stoffwechsel kommt ins tru­deln und mit zuneh­men­der Zeit ging es mir ein­fach nicht mehr gut.
Das hat sich schlag­ar­tig geän­dert, als wir nach Asien wei­ter­reis­ten und plötz­lich wie­der fri­sches Gemüse und Salate auf den Tisch kamen. Meine Stimmung stieg immens und da habe ich das ers­te Mal die direk­te Verbindung zwi­schen gesun­dem Essen und mei­nem inne­ren Strahlen fest­ge­stellt.

Seit dem höre ich genau hin, was mein Körper mir sagen will. Man kann es intui­ti­ves Essen nen­nen oder auch Achtsamkeit.

Vielleicht hast du schon ähn­li­che Erfahrungen gemacht und kannst es nach­voll­zie­hen. Vielleicht ist Essen aber auch nur Nahrungsaufnahme für dich?

Wenn auch Du acht­sa­mes Essen ler­nen und wirk­lich spü­ren möch­test wie es dei­nem Körper nach dem Essen geht, schla­ge ich dir fol­gen­de 3 Punkte vor:

Step 1: Kickstart: Versuch es mal vegan!

Mit einem Fokus auf Obst und Gemüse arbei­tet der Körper plötz­lich kom­plett anders. Es geht nicht dar­um, dau­er­haft vega­ner zu wer­den, son­dern via Kickstart ein ande­res Körpergefühl zu bekom­men. Egal ob eine Woche oder einen Monat – hal­te solan­ge durch bis du die Veränderung wahr­nimmst.
Vielleicht fragst du dich, was sich genau ver­än­dert. Hier sind ein paar Ansatzpunkte die dir viel­leicht begeg­nen wer­den:
– Du fühlst dich nicht mehr auf­ge­bläht
– Die Verdauung arbei­tet rege
– Du bist nach dem Essen nicht kom­plett k.o.
– Du fühlst dich leicht und ener­gie­ge­la­den
– Du bist stolz auf die tol­len Entscheidungen die du triffst
– Du genießt dein Essen statt schnell neben­bei was zu kau­en

Step 2: Vernunft entscheidet

Ziemlich oft steht man in der Kantine/ Restaurant/ Cafe und muss sich ent­schei­den: Kartoffelklos und Rahmchampinions oder doch die Linsensuppe? Latte Macchiato oder Sahnetorte. Klar, alles schmeckt lecker, aber wie wirst du dich danach füh­len? So sehr ich Klöße mit einer tol­len Rahmsoße lie­be, weiß ich genau, dass ich mich danach unend­lich satt und über­fut­tert füh­le. Grade wenn ich danach wie­der ins Büro gehe ist das eine gänz­lich schlech­te Kombi. Ganz oft wis­sen wir schon, dass wir zu satt sein wer­den. Wir kön­nen tat­säch­lich in dem Moment in die Zukunft schau­en. Warum also nicht das Wissen nut­zen und sich für die Suppe und den Kaffee ent­schei­den. Bei den vie­len klei­nen ein­zel­nen Entscheidungen die du so triffst, beginnst du auto­ma­tisch bes­ser zu essen.

Step 3: Finde Leitlinien, die zu dir passen!

Trennkost, 6:1, Ayurveda… es gibt tau­sen­de Ernährungs‐ und Diätformen da drau­ßen. Teilweise sind die­se sich sehr ähn­lich und teil­wei­se unter­schei­den sie sich auch sehr stark! Es gibt kein Konzept, dass 100%ig rich­tig ist. Es kommt auf Dich per­sön­lich an, mit wel­cher Ernährung du dich wohl fühlst. Ich ernäh­re mich bspw. größ­ten­teils vege­ta­risch mit ayur­ve­di­schen Einflüssen und füh­le mich pudel­wohl. Dabei gilt es nicht starr einer Ernährungsform zu fol­gen, son­dern ein Gefühl für unter­schied­li­che Ansätze zu bekom­men und die­se als Leitlinie zu nut­zen, wenn es mal wie­der schwie­rig wird.

Solange Du dich nur ein wenig mit Lebensmitteln beschäf­tigst, auf dein Bauch hörst und ehr­lich zu dir bist, wirst du das rich­ti­ge tun.

Antworten zum Thema im „Die Beste Diät” Blog von Susanne Wehr (diebestediaet.com)

Und wenn Du Unterstützung brauchst Dich im Dschungel der Ernährung zurecht zu fin­den, kannst Du ger­ne auf mei­nem Blog vor­bei­schau­en. Auf „Die Beste Diät” gebe ich einen Überblick über unter­schied­lichs­te Ernährungsformen und zei­ge auf, wie nach­hal­ti­ge und bewuss­te Ernährung funk­tio­nie­ren kann.

 

Bildquelle Titelbild: Pixabay.com  
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Über unse­re Gastautorin Susanne Wehr 

Susanne Wehr, Die Beste Diät

Susanne ist zer­ti­fi­zier­te Ernährungsberaterin und macht gra­de eine Ausbildung zur Gesundheitsberaterin. 

In Ihrem Blog „Die Beste Diät“ führt sie durch die Welt des Abnehmwahnsinns und moti­viert den eige­nen Weg zu fin­den. Mehr unter diebestediaet.com .