Always‐On heißt nicht Always‐React

Lilian Güntsche 5. April 2018

Und täg­lich grüßt das Smartphone…  

Wie eine kürz­lich erschie­ne­ne Studie von Deloitte zeigt, beginnt und endet der Tag für über 30% der Smartphone Nutzer mit einem Blick auf Ihr Handy. Über den Tag ver­teilt wird dar­über hin­aus bis zu 56 mal auf das Smartphone geschaut. 

Ziemlich bes­ter Smartphone‐Freund – Quelle: https://de.statista.com/infografik/13337/umfrage-smartphone-nutzungsverhalten/

55% nut­zen ihr Smartphone zu Hause beim Essen, 30% beim Autofahren, 29% beim Überqueren von Kreuzungen”, wie es wei­ter in der Studie heißt.

Mein Fazit: Hier ist drin­gend mehr Achtsamkeit im Umgang mit unse­ren digi­ta­len Alltagshelfern gefragt.

Die vie­len Vorteile der Technologie zu nut­zen ist klas­se. Aber Always‐On hat auch sei­ne Grenzen. Und beim Essen oder Autofahren soll­te unse­re Aufmerksamkeit lie­ber auf dem lie­gen, was wir in die­sem Moment tun. Nicht nur unser Smartphone benö­tigt regel­mä­ßi­ge Akku‐Ladezeiten, um mit vol­ler Energie zu arbei­ten. Auch wir Menschen, haben es ver­dient zwi­schen­durch ein­mal durch­zu­at­men und unse­ren Akku wie­der auf­zu­la­den. Sonst bren­nen wir wohl­mög­lich irgend­wann aus. Es ist nicht nötig immer inner­halb von 2 Sekunden auf alles zu reagie­ren, nur weil wir es rein theo­re­tisch könn­ten. Always‐On heißt schließ­lich nicht Always‐React! Es ist wich­tig selbst das Steuer in die Hand zu neh­men und von fremd­be­stimmt zu selbst­be­stimmt zurück zu gelan­gen. 

Der Technologie‐Blog Giga bat mich kürz­lich Tipps zu geben, wie wir unse­re Smartphone‐Sucht mit etwai­ger redu­zier­ter Screen‐Time bzw. ein paar klu­gen Grenzen in den Griff bekom­men kön­nen. Hier geht es zu mei­nem Gastbeitrag „Bildschirmpause: Mit klu­gen Grenzen gegen die Handy‐Sucht” für ein paar Inspirationen zum Thema. 

Viel Spaß beim Lesen! 

Beitrags‐Titelbild: Karen Bergh Photography