{"id":3067,"date":"2015-12-07T09:40:39","date_gmt":"2015-12-07T08:40:39","guid":{"rendered":"https:\/\/thedignifiedself.com\/de\/?p=3067"},"modified":"2019-03-07T21:47:16","modified_gmt":"2019-03-07T20:47:16","slug":"studie-5-aller-jugendlichen-online-suechtig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/thedignifiedself.com\/de\/studie-5-aller-jugendlichen-online-suechtig\/","title":{"rendered":"Studie: 5% aller Jugendlichen Online s\u00fcchtig"},"content":{"rendered":"<p>Die Krankenkasse DAK hat eine Studie zur Online-Sucht von Kindern und Jugendlichen durchgef\u00fchrt. Das Ergebnis: Rund f\u00fcnf Prozent sind betroffen und reagieren mit Unruhe oder Gereiztheit auf den Online-Entzug.\u00a0<\/p>\n<p>Hiervon sind sicherlich auch Erwachsene betroffen und den Effekt, unruhig zu werden, wenn das Smartphone nicht maximal in Armesl\u00e4nge verf\u00fcgbar ist, nennen wir schon l\u00e4nger &#8222;<a href=\"http:\/\/www.mobile-zeitgeist.com\/2015\/05\/14\/smartphone-nicht-dabei-wie-nomophob-bist-du\/\">NoMoPhobie<\/a>&#8222;, ein aus den Worten No-Mobile-Phone zusammengesetztes Kunstwort. Ich gebe offen zu, davon auch \u00a0nicht ganz frei zu sein. Ganz unten dazu noch ein kurzes Video.<\/p>\n<p>Doch zur\u00fcck zu der Studie.\u00a0<\/p>\n<p>Hierbei wurden im Sommer 2015\u00a01.000\u00a0M\u00fctter und V\u00e4ter von 12- bis 17-j\u00e4hrigen Jugendlichen nach der Internetnutzung ihrer Spr\u00f6sslinge befragt.<\/p>\n<h2>Zweieinhalb Stunden pro Tag online<\/h2>\n<p>25 Prozent der befragten Eltern sch\u00e4tzen, dass ihr Kind das Internet eine Stunde an einem normalen Werktag nutzt, 29 Prozent sch\u00e4tzen die Internetnutzung ihres Kindes auf zwei Stunden und 19 Prozent auf drei Stunden.<\/p>\n<p>Im Durchschnitt wird die Internetnutzung der Kinder auf ca. zweieinhalb Stunden an einem normalen Werktag gesch\u00e4tzt, an Wochenenden werden es dann schon vier Stunden.<\/p>\n<h2>Videos und Spiele<\/h2>\n<p>29 Prozent gaben an, ihre Kinder w\u00fcrden mehr als die H\u00e4lfte ihrer Online-Zeit mit Videos ansehen, z.B. auf YouTube, verbringen.<\/p>\n<p>Ebenfalls 29 Prozent der Kinder verbringen mehr als die H\u00e4lfte ihrer Online-Zeit mit Online-Spielen bzw. Online-Computerspielen, wie z.B. League of Legends oder Counterstrike, 28 Prozent mit Chatten bzw. mit Messengern, wie z.B. Whatsapp.<\/p>\n<p>Deutlich weniger Kinder verbringen mehr als die H\u00e4lfte ihrer Online-Zeit mit Sozialen Netzwerken, wie z.B. Facebook (10 %) oder Surfen (3 %).<\/p>\n<p>Deutliche Unterschiede zeigen sich in der Nutzung des Internets zwischen Jungen und M\u00e4dchen. So verbringen Jungen einen gro\u00dfen Teil ihrer Internetnutzung mit Computerspielen, w\u00e4hrend die M\u00e4dchen die meiste Zeit chatten. Videos sehen sich vor allem die j\u00fcngeren Kinder (12- bis 13-J\u00e4hrige) an.<\/p>\n<h2>Jeder F\u00fcnfte\u00a0zeigt Entzugserscheinungen<\/h2>\n<p>Laut der H\u00e4lfte der befragten Eltern bleibt das Kind l\u00e4nger online als vorgenommen. 22 Prozent der 12- bis 17-J\u00e4hrigen f\u00fchlen sich ruhelos, launisch oder gereizt, wenn sie ihre Internetnutzung reduzieren sollen. Etwa jedes zehnte Kind nutzt das Internet, um vor Problemen zu fliehen. Bei elf Prozent der Befragten hat das Kind mehrfach erfolglose Versuche unternommen, seine Internetnutzung in den Griff zu bekommen. Bei sieben Prozent der Kinder gef\u00e4hrdet die Onlinewelt eine wichtige Beziehung oder eine Bildungschance, wobei die Jungen doppelt so h\u00e4ufig betroffen sind.<\/p>\n<h2>Zeichen f\u00fcr Internetsucht<\/h2>\n<p>1. Es besteht ein starker Wunsch oder eine Art innerer Zwang, der jeweiligen Aktivit\u00e4t im Internet (Computerspiele, Nutzung sozialer Netzwerke oder von Messengern, Nutzung von Seiten mit sexuellen Inhalten) nachzugehen.<\/p>\n<p>2. Beginn, Dauer und Beendigung dieser T\u00e4tigkeiten k\u00f6nnen nur noch schlecht oder sogar gar nicht mehr kontrolliert werden.<\/p>\n<p>3. Bei Verzicht auf diese Aktivit\u00e4ten treten Entzugssymptome wie innere Unruhe, Schlafst\u00f6rungen, Gereiztheit, Aggressivit\u00e4t oder andere deutliche negative Ver\u00e4nderungen der Gef\u00fchle und\/oder des K\u00f6rperempfindens auf.\u00a0<\/p>\n<p>4. Um die urspr\u00fcngliche Wirkung (angenehme Gef\u00fchle, Entspannung etc.) des spezifischen Internetgebrauchs zu erreichen, muss immer l\u00e4nger und\/oder mit immer intensiveren Reizen dieser Internetaktivit\u00e4t nachgegangen werden. Eventuell werden die urspr\u00fcnglich positiven Empfindungen kaum noch oder nur noch in geringer Auspr\u00e4gung und\/oder f\u00fcr sehr kurze Dauer erreicht.<\/p>\n<p>5. Durch den erh\u00f6hten Zeitaufwand f\u00fcr die Internet-\/Computernutzung werden andere Interessen vernachl\u00e4ssigt oder gar nicht mehr als solche wahrgenommen. Oder anders ausgedr\u00fcckt: Aktivit\u00e4ten in der virtuellen Welt werden wichtiger als die Aktivit\u00e4ten in der Realit\u00e4t.<\/p>\n<p>6. Obwohl bereits wiederholt sch\u00e4dliche Folgen des Internet-\/Computergebrauchs aufgetreten sind, wird dieser weiter fortgesetzt.<\/p>\n<p>Diese Symptome sind Ernst zu nehmen und Betroffene sollten unbedingt darauf angesprochen werden. Doch zeigen diese Punkte auch, dass an das Vorhandensein einer Sucht harte Kriterien gelegt werden m\u00fcssen. Es m\u00fcssen soziale, k\u00f6rperliche und psychische Folgen beobachtbar sein, um von einer Sucht sprechen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<h2>L\u00f6sung: Medienkompetenz<\/h2>\n<p>Die von so vielen zunehmend kritisierte Nutzung von Smartphones ist f\u00fcr sich noch kein Suchtverhalten, allenfalls ist es Mitmenschen gegen\u00fcber unh\u00f6flich und zeugt oftmals von schlechter Kinderstube. Es gilt, echtem Suchtverhalten vorzubeugen und Jugendlichen einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Internet zu zeigen. Wieder einmal liegt der Schl\u00fcssel in der Medienerziehung\u00a0in jungen Jahren.<\/p>\n<p>&#8222;Die Vermittlung einer fr\u00fchen Medienkompetenz ist der entscheidende Schl\u00fcssel zur Pr\u00e4vention gesundheitssch\u00e4dlicher Auswirkungen des Internetgebrauchs und der Computernutzung,&#8220; so auch\u00a0Marlene Mortler, Drogenbeauftragte der Bundesregierung.\u00a0<\/p>\n<p>Ein Verbot aller digitalen Medien bis zum 16. Lebensjahr, wie es einige Hardliner der b\u00fccherschreibenden Szene fordern, halte ich f\u00fcr unsinnig und in unserer heutigen Zeit weder\u00a0f\u00fcr praktikabel noch w\u00fcnschenswert.\u00a0<\/p>\n<p>Die Studie der DAK liefert noch viele weitere Ergebnisse und auch Kontaktadressen f\u00fcr Betroffene und Angeh\u00f6rige. Sie kann <a href=\"http:\/\/www.dak.de\/dak\/download\/Praesentation_DAK-Studie-1730008.pdf?\">hier kostenfrei herunter geladen werden<\/a>.<\/p>\n<p>F\u00fchlt Ihr Euch selbst Online- oder Smartphone-s\u00fcchtig? Was tut Ihr, um dem entgegen zu wirken? Kennt Ihr Menschen, die bereits oben beschriebene Symptome zeigen? Wie geht Ihr damit um? Sprecht Ihr die Personen darauf an?<\/p>\n<div class=\"video-container\"><iframe loading=\"lazy\" title=\"Folge 03 - Nomophobie - &quot;Ich f\u00fchle mich voll s\u00fcchtig&quot;\" width=\"640\" height=\"360\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/qgRWWD2zwng?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Krankenkasse DAK hat eine Studie zur Online-Sucht von Kindern und Jugendlichen durchgef\u00fchrt. 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